Seit dem 28. November ist die neueste Buchveröffentlichung des Stadtarchivs Amberg auf dem Markt. Nachdem sich die Mitarbeiter des Hauses im Jahr 2019 zunächst dem Thema Reformation ("Glaube und Herrschaft. Amberg und die Reformation", erschienen im März) gewidmet und sich anschließend mit der Geschichte Ambergs vor und während des "Dritten Reiches" ("Amberg und der Nationalsozialismus", erschienen im Mai) beschäftigt hatten, treiben sie sich nunmehr "Zwischen Paradies und Arschkerben" herum.

Das Covermotiv von "Zwischen Paradies und Arschkerben"

Nach kurzer, angesichts des Buchtitels womöglich nicht unberechtigter Verwunderung und einem Blick in das Innere der 234 Seiten starken Veröffentlichung wird schnell klar, worum es hier wirklich geht: Um "Die Straßennamen in der Altstadt von Amberg", wie ein Blick auf den Untertitel des Buches verrät.

Der Klappentext des mit 70 Abbildungen reich bebilderten Schmökers lässt darüber hinaus den Autor, Gerhard Kotzbauer, zu Wort kommen: „Ich habe mich bei meinen regelmäßigen Gängen durch die Straßen und Gassen der Altstadt Ambergs schon oft danach gefragt, woher denn der eine oder andere Name einer Straße, einer Gasse oder eines Platzes wohl kommen mag.

Dass diese harmlose Überlegung unversehens zu einer abenteuerlichen Reise durch die Geschichte Ambergs führte, die letztlich erst mit der Veröffentlichung eines Buches ihr Ende finden sollte, lag auch am Stadtarchiv Amberg selbst. Denn hier forschte Kotzbauer nicht nur solange bis er „Die Straßennamen in der Altstadt von Amberg“, ihre Herkunft und ihre skurrilen Besonderheiten, vollständig ergründet hatte. Die Mitarbeiter des Stadtarchivs erkannten obendrein schnell, dass hier nicht etwa nur einer darauf aus war, Zeit totzuschlagen, sondern dass vielmehr durch den Fleiß und das Engagement eines leidenschaftlichen Hobbyforschers ein famoses Projekt Gestalt annahm.

Dieses ist nunmehr für wenige Euro verfügbar: Gerade einmal 8,95 € sind nötig, um den Autor auf seinem Rundgang durch ein faszinierendes, reich illustriertes Stück Ortsgeschichte zu begleiten.

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